29 November 2016

Anmerkungen zu den Skimmerdaten CW Contest

Benutztes Equipment:

Empfang:

Der Red Pitaya (5 Band) war die meiste Zeit an eine EndFed (10, 20, 40 m) angeschlossen. Zu Zeiten an dem ich am Contest teilnahm wurde eine Breitband Aktivantenne im Zimmer verwendet. Aus Erfahrung weiß ich, dass sich weniger die Anzahl der Spots änderte, sondern die Richtungscharakteristik. Das SNR bewegt sich auf ähnlichem Level. Allerdings sind auch hier "Ausreißer" in beide Richtungen zu vermerken.



Sendung:

Auf 20 m und 40 m wurde die EndFed an einem Kx3 verwendet.
Auf 15 m kam eine Magnetantenne an einem Kx2 zum Einsatz, die im Vergleich 2-3 S-Stufen bessere Ergebnisse lieferte. Auf 20 m brachte die Loop vergleichbare Signale mit der EndFed.



Ziel:

Ich wollte während des Contests das Band beobachten und meinen DXCC-Stand erhöhen. Es war nicht geplant einen geregelten Contest zu fahren. Ich habe deswegen fast nur auf außereuropäische Stationen geantwortet.

Gesamtdaten:

Es wurden insgesamt 124.735 Spots in 46 Stunden geloggt. Das entspricht ca.2700 Spots in der Stunde. Die durchschnittliche Signalstärke betrug 17 dB über dem Rauschen. Diese Zahl ist nicht sehr aussagekräftig, da z.B. im 80 m Band die Signalstärken weit über 25 dB lagen. Auf dem 20 m-Band lagen der SNR  meist nur zwischen 1-7 dB. Die durchschnittliche Gebegeschwindigkeit lag bei 30 WPM.

Bandbeobachtung:

Erstaunlicherweise blieb die Anzahl der Spots über die Beobachtungszeit über alle Bänder relativ konstant. Am Samstag lag sie bereinigt bei circa 1300 Spots. Wer also alle Bänder bedienen konnte hat einen Vorteil.
(Bitte die Bilder anklicken, um die Zahlen lesen zu können.)

Bandauswertung 26.11.2016



Zu den Zeiten an welchem sich die foF2 Frequenz nach oben oder unten stark ändert, ging die Spotrate zurück. Die Auswertung der Tages Ionogramme bestätigte die vergleichbaren Bandöffnungen über alle KW-Bänder incl. des mittäglichen Einbruchs der Bedingungen.

26-11-2016 Dourbes.

Selbstverständlich kann man das Verhalten der Bänder auch aus dem Allgemeinwissen beantworten, aber meine Betriebsbedingungen erlauben kein Mainstream-Verhalten. Wenn ich eine Chance haben will, den seltenen Vogel zu fangen, muss ich genau wissen, wann ein Band auf- oder zugeht, bevor die anderen Funker dem allgemeinen Trend folgen. Diese Vorgehensweise hat sich in der Vergangenheit bewährt. Nach den Ionosondemessungen und den gemeldeten Signalen der Red Pitaya/CD-Skimmerkombination erfahre ich nicht nur ob Betrieb auf dem Band ist, sondern auch genau auf welcher Frequenz und welche Station. Dazu lasse ich die Daten vom angeschlossenen Bandmaster nach meinen Vorgaben filtern und erhalte eine überschaubare Übersicht aus der Masse der Daten.

Momentaufnahme 26.11.2016
Viel wichtiger war das Erkennen kurzfristiger Bandöffnungen. Diese sind nicht plan- oder vorhersehrbar. Aber wurden mit dem angeschlossenen DX Atlas sofort angezeigt. Diese Öffnungen dauerten zwischen 5-15 Minuten. Danach waren die Verbindungen z.B. in die Karabik wie abgeschnitten. Ich hatte die Anzeige der Verbindungen auf 10 Minuten begrenzt, um Änderungen schnell erkennen zu können. Die Verbindungsqualität war unterschiedlich erreichte aber zum Teil 3-4 S-Stufen. Ähnliche Phänomene wurden auch bei DX-Verbindungen notiert, wo kurzfristige Feldstärkeanstiege um bis zu 25 dB notiert wurden. Auch diese wurden entsprechend während des Betrieb herausgefiltert.

Die Strahlungsdiagramme der Antenne abhängig von den verwendeten Bändern blieben konstant. Zusätzlich habe ich noch mit einer perfiden Geographie zu kämpfen, die weite Gebiete der Welt für mich unhörbar macht.

Strahl/Hoerrichtung im Verhaeltniss zur Empfangsstaerke
So spielte allein der Zustand der Ionosphaere (Höhe der Grenzfrequenz und deren Sättigung) eine entscheidende Rolle.

27.11.2016
Trotz der dargestellten schwachen Bedingungen gelang es doch noch fast 30 "DX"-Verbindungen zu machen.